Partnersuche in verschiedenen Lebensstadien und Freundschaften
Haben Sie vor kurzem eine Beziehung beendet, weil es einfach nicht mehr ging? Stehen Sie vielleicht nun auch ganz allein da – ohne Freunde? Weil Sie alles nur mit Ihrem Partner gemeinsam gemacht haben? Oder leben Sie in einer Beziehung, die Ihnen nicht das gibt, was Sie sich wünschen? Hat Ihr Lebensgefährte ein sehr „einnehmendes Wesen“ und gestattet Ihnen keine Alleingänge? Irgendwann im Leben steht jeder nach gescheiterten oder in nicht erfüllenden Beziehungen vor der Wahl: will ich mich wieder ins „Getriebe“ stürzen, mich wieder auf die Suche begeben, oder bleibe ich lieber alleine oder in einer nicht wirklich befriedigenden Beziehung, treffe mich mit Freunden und verzichte auf ein ausgefülltes Liebesleben? Es kommt immer auf den Menschen an, auf seine bisherigen Lebenserfahrungen, die damit verbundenen erlittenen Schmerzen, die jeder von uns irgendwann einmal im Laufe seines Lebens erlitten hat – sei es durch Zurückweisung oder das plötzliche Ende einer bis dahin doch sehr harmonisch wirkenden Partnerschaft bzw. Liaison. Entscheidet man sich fürs ausschliessliche Singledasein, dann gibt es die Möglichkeit, das Liebesleben und den Sex sozusagen aus den Gedanken zu streichen. Viele verschanzen sich dann hinter „keine Zeit“, „die Kinder sind noch zu klein“, „ich muss mich um etwas anderes kümmern“, „die viele Arbeit….“ – die Liste der für sich selbst zurechtgeschneiderten Ausreden, die meist gar nicht als solche erkannt werden (wollen) ist hier endlos lang und dienen vor allem einem Zweck: dem Selbstschutz vor neuerlichen Verletzungen. Und dann gibt es natürlich auch eingefleischte Singles, die sich durchaus kein Möglichkeiten entgehen lassen, die sich ihnen bietet. Sie wechseln sehr oft die Sexualpartner, haben ständig neue Geliebte und vermeiden es, sich auf etwas Fixes, Neues einzulassen. Viele Singles sind jedoch insgeheim oder auch offen (Vorsicht! Verkupplungsgefahr! – Wobei das ja oft gewünscht wird….) auf der Suche nach einem „besseren“ (anderen würde hier vermutlich besser zutreffen) Partner, der die Hobbies teilt, mit dem man über alles reden und sein weiteres Leben in Harmonie miteinander verbringen kann. Wie bei jeder Partnersuche, ob im Geschäftlichen oder auch Privaten, sollte man sich schon im Vorhinein darüber klar sein, was man tatsächlich sucht. Je besser man sich selbst kennt, desto eher hat man die Chance, jemanden kennenzulernen, der gut oder sogar sehr gut zu einem passt. Es hat keinen Sinn, z.B. einen Partner zu wählen, der absolut unsportlich ist und am liebsten am Sofa vorm Fernseher zu Hause Couch-Potatoe spielt, wenn man selbst bei jeder Gelegenheit raus ins Freie möchte, um dort entweder im Garten zu werkeln, Spazieren zu gehen, zu Joggen oder Wanderungen zu unternehmen. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe. Auch ist es wenig sinnvoll, sich für einen Partner zu entscheiden, dessen kulturelles Interesse nahezu an Null grenzt, der sich ausschliesslich für Zahlen und Fakten des Berufslebens und der Produktionssteigerung interessiert, aber kein Verständnis für das eigene Interesse am aufgehenden Star des Opernhimmels, am neuesten Kabarettprogramm, am neuesten Kinofilm, etc. aufbringt. Gilt in jungen Jahren noch: ich will einen Partner, der möglichst meine „fehlenden Anteile“ ausgleicht (weil das auch für die Familienplanung wichtig und sozusagen von der Evolution her vorgegeben ist - einer soll der Beschaffer und Ernährer und der andere der Beschützer der zu gründenden Familie sein), so gilt in fortgeschrittenen Jahren und nach erfolgter bzw. abgeschlossener Familienplanung dann jedenfalls, daß ein ähnlicher Partner ein optimaler Begleiter für den Rest des Lebens sein kann. Viele „erwachen“ also gewissermassen erst in der Phase, wenn die Kinder entweder erwachsen oder zumindest aus dem Gröbsten heraussen sind. Das ist ein oftmals schmerzliches und abruptes Erwachen. Plötzlich wird einem bewusst: der bisherige Partner ist nicht derjenige, mit dem man sich ein weiteres Leben wünscht bzw. vorstellen kann. Was bisher gut lief, ist nun unbefriedigend geworden. So unbefriedigend, dass man am Liebsten davonlaufen würde. Manche gehen dann Nebenbeziehungen bzw. Affären ein. Sie holen sich gewissermassen „von aussen“ das dazu, was fehlt. Aber im Grunde genommen bleibt das „Hauptproblem“ bestehen – was vormals ideal war, hat nun seinen Zweck verloren. Es gibt keine Kinder mehr, die möglichst viel lernen sollen, möglichst viele Anteile beider Eltern mitbekommen sollen, sondern man ist nun mit sich selbst und dem Partner „allein gelassen“ und mehr oder minder wieder auf sich selbst gestellt. Man entdeckt nun auch wieder in gewisser Weise den „Single in sich selbst“. Mehr lesen …..