Der richtige Partner

Posted by Tuging.de | Alle Einträge | Freitag 31 Juli 2009 15:15

Sind Sie derzeit auf Partnersuche und fragen Sie sich, welcher Partner nach den verschiedensten Erfahrungen, die Sie in der Vergangenheit gemacht haben, der richtige für Sie sein könnte? Dann sollten Sie mit einer Analyse Ihrer bisherigen Erfahrungen beginnen! Wir alle – sowohl Frauen als auch Männer - neigen dazu, unsere Partner zu idealisieren. Vor allem in der Anfangsphase der Verliebtheit, in der wir mit „rosaroter Brille“ durch die Welt gehen. Im Grunde genommen sehen wir also ein Wunschbild. Ein Bild eines Menschen, wie wir selbst gerne wären. Später dann erkennen wir immer deutlicher und realistischer, in welchen Belangen unser Gegenüber diesem Wunschbild nicht entspricht. Manchmal können wir sozusagen damit leben. Manchmal unterscheidet sich dieses realistische Bild aber komplett von dem, was wir uns erhofft und erträumt haben. Dann ist das Ende der Beziehung prognostiziert. Die Enttäuschung ist zu gross. Manchmal werden wir auch absichtlich von unseren Partnern hinters Licht geführt. Man verspricht uns irgendwelche Dinge, die irgendwann in naher oder ferner Zukunft miteinander unternommen werden oder ähnliches. Das dient natürlich dem Zweck, uns sozusagen „bei der Stange“ zu halten, damit wir uns nicht anderweitig umsehen. Je nach Geduld des einzelnen Menschen wartet man dann eben kürzer oder länger, bis man draufkommt, daß diese Dinge niemals eintreten werden. Die persönlichen Grenzen, die „Leidensfähigkeit“ ist eben sehr unterschiedlich ausgeprägt. Manche warten auch eine Ewigkeit und befinden sich sozusagen im „Dornröschenschlaf“. Dornröschen, das darauf wartet, daß der Prinz sich durchs Dornengestrüpp durchkämpft und sie wachküsst, nachdem sie 100 Jahre vor sich hingedämmert hat…..
Alte Märchen haben oftmals einen sehr wahren Kern und wir können aus Ihnen lernen und daraus Schlüsse für unser eigenes Leben ziehen. Wir können bewusst aussortieren, welche Dinge uns an einem Partner wichtig sind und welche uns eher nicht bzw. gar nicht wichtig sind. Jeder Mensch hat dabei seine eigenen Vorgaben. Während z.B. manche moderne Frauen durchaus gern allein den Haushalt machen, während es sich der Mann gut gehen lässt, gibt es andere, denen die tägliche Hausarbeit lästig ist und die einen Partner möchten, der dabei mithilft. Das hat auch gar nichts mehr mit „männlich“ bzw. „unmännlich“ zu tun, sondern einfach nur mehr mit einer Arbeitsentlastung. Viele Frauen sind schliesslich berufstätig und kommen nach der oftmals anstrengenden Arbeit und dem harten Konkurrenzkampf dann geschlaucht und müde nach Hause. Dort dann auf einen Mann zu treffen, der sich bequem am Sofa herumlümmelt, nichts im Haushalt getan hat, und dann auch noch umsorgt und umhätschelt werden möchte, das kann das fortschreitende Ende einer Beziehung bedeuten. Leider setzten auch viele Männer die Emanzipation damit gleich, daß die Frauen nun auch die Arbeiten durchzuführen hätten, die bislang Männersache waren. Häufig sind Frauen dann wahre Self-Womans, die sämtliche Arbeiten im Haushalt durchführen – angefangen vom Glühbirnen-Austausch bis hin zu Waschmaschinen-Reparaturen und auch Installationsarbeiten. Dabei übersehen Männer aber, daß sie sich letzten Endes entbehrlich machen. Eine Frau, die alles kann und für alles zuständig ist, die braucht eben schlichtweg keinen Mann mehr.
An diesem Punkt entscheiden sich viele Frauen dann für ein Leben ohne einen Mann im Haushalt. Sie brauchen ihn nicht mehr, möchten auch nicht mehr seine Schmutzwäsche waschen und hinter ihm herräumen und für komplizierte Reparaturen gibt es Handwerker. Männer fallen dann aus allen Wolken, wenn sie plötzlich erkennen müssen, daß es auch ohne sie geht. Leider ist es dann bereits zu spät. Eine Frau, die sich endgültig entschlossen hat, daß es ihr ohne Mann besser geht, die hat kein Interesse mehr daran, dort anzuknüpfen wo sie bereits vor Monaten aufgehört hat. Die Beziehung ist damit beendet. Eine solche Frau nimmt sich dann auch nicht leichtfertig wieder einen Mann in die Wohnung oder ins Haus, sondern sie wird sich ihre neu gewonnene Unabhängigkeit zumindest für eine ganze Weile bewahren. In dieser Zeit haben Frauen dann meist einen oder mehrere Liebhaber. Sie lassen sich verwöhnen und tappen sozusagen nicht mehr so schnell in die „Falle“ des Zusammenlebens und der Verantwortung für einen Mann. Manche entscheiden sich dann auch dafür, nie wieder mit einem Mann ständig zusammenleben zu wollen. Sondern die Sonnenseiten zu geniessen – gemeinsame Unternehmungen, Urlaube, usw. Und ansonsten darauf zu verzichten, ihr Leben mit jemand anderem zu teilen. Der Freundeskreis kann in einer solchen Situation auch ausgebaut werden, man geht viel mehr den eigenen Interessen und Hobbies nach und geniesst als Frau das Leben wieder aus dem Vollen! Speziell dann, wenn man keine Kinder mehr hat, für die man sorgen muss.
Der richtige Partner ist also für eine Frau in der heutigen Zeit ein Partner, der selbständig agiert, seine Pflichten aus eigener Verantwortung wahrnimmt und die Frau nicht mehr als „persönliche Sklavin“ betrachtet. Männer sind also dazu aufgefordert, das alte Schema von „Frau im Haushalt und bei den Kindern und Mann als Geldbringer“ endlich aufzugeben. Dies hat auch seine Vorteile: denn wenn ein Mann ausschliesslich als Geldbringer angesehen wird, dem die Frau als eine Art Sklavin dient, dann gibt es irgendwann den Punkt, an dem der Mann sich ausgenützt fühlt – und das zu Recht. Und an dem die Frau als bezahlte Sklavin dies auch spürt. Manche machen dann weiter, bleiben in unbefriedigenden Beziehungen, die in gegenseitigen Vorwürfen münden. Aber viele entscheiden sich, diese Situation zu beenden, weil sie mit klarem Blick erkennen, daß einfach zu viel falsch gelaufen ist. In der nächsten Beziehung – so man die möchte, ist dann jeder dazu aufgefordert, nicht wieder die alten Fehler zu begehen. Die Zeiten haben sich eben geändert und das ist auch gut so! Sehen wir die positiven Aspekte! Wenn Sie sich wieder auf Partnersuche begeben und schon ganz genau wissen, was Sie in Zukunft möchten und was nicht mehr, dann können Sie diese gezielt betreiben – Partnervermittlungen und Singlebörsen bringen Gleichgesinnte sehr rasch zusammen und sind ein probates Mittel, um den Wunschpartner zu finden, mit dem es dann wirklich auch klappt und mit dem ein glückliches und gleichberechtigtes Zusammenleben möglich wird!

Nesthocker

Posted by Tuging.de | Alle Einträge | Sonntag 5 Juli 2009 08:46

Ein Phänomen unserer Zeit ist das Thema „Nesthocker“. Dieser Ausdruck steht für längst erwachsene Kinder, die das traute Elternhaus nicht und nicht verlassen möchten. Meist sind das junge Männer, sehr selten junge Frauen.

Wie kommt es zu dieser Situation?

Auf der einen Seite ist es für den jungen Erwachsenen natürlich eine riesige Geldersparnis. „Draussen“ ist alles teuer, auch das Wohnen. Er muss zu Hause meist kein Geld hergeben, wird verpflegt, die Wäsche wird gewaschen, der Kühlschrank ist immer voll, ohne daß er einkaufen gehen muss, er kann kommen und gehen wann er will und sein Geld (falls er schon einen Job hat) für sich alleine ausgeben und in Lokaltouren und Autos, Motorräder, Designerkleidung, etc. „anlegen“. Falls er noch keinen Job hat und von den gutverdienenden Eltern diesbezüglich gesponsert wird – umso besser für ihn!

Es gibt auch eine Gruppe der sogenannten „ewigen Studenten“. Sie finden und finden nicht die für sie „geeignete“ Studienrichtung und wechseln im Lauf der Jahre auf komplett konträre Studienrichtungen. Die stolzen Eltern sind begeistert über ihren so vielseitig begabten Sohn und möchten ihm die Zukunft nicht verbauen – mit Sicherheit wird er eines Tages einen leitenden Posten in einer weltbekannten Firma einnehmen!

Vor dem Hintergrund dieser Faktoren verwundert es dann auch nicht weiter, wenn junge Männer noch mit 30 oder 35 Jahren im Elternhaus wohnen und ein wahres „Drohnenleben“ führen.

Ständig wechselnde Frauenbekanntschaften (falls der junge Mann nicht zu knausrig für eine Freundin ist und sein Geld lieber ausschliesslich für sich selbst ausgibt) gehören ebenfalls zum Phänomen „Nesthocker“. Keine Frau ist gut genug und keine ist so gut wie die Mutter, die ihn versorgt und ernährt. Und ganz realistisch betrachtet schmeichelt es der allzu liebevollen und beschützenden Mutter natürlich auch, daß keine so „gut“ wie sie ist.

Väter dulden diese Situation meist, weil sie Konfrontationen mit der Partnerin aus dem Weg gehen möchten und damit rechnen, daß sich früher oder später alles doch noch zum Guten wenden wird und der Sohn dann endlich auszieht. Auch ist es ja so, daß der Sohn im Haus eine Art „Bindemittel“ zwischen Ehepartnern sein kann, die sich nach vielen Jahren nicht mehr allzuviel zu sagen haben und der Sex sehr lau und bequem geworden ist. Wenn der Mann dann fremd geht, dann ist es sozusagen „praktisch“, daß die Frau immer wieder vom zu Hause wohnenden Sohn „abgelenkt“ wird – dann hat der Mann dadurch mehr Freiheiten.

Bei jungen Frauen ist es wiederum beim Studium ähnlich wie bei jungen Männern – die Eltern wollen, daß aus ihrer begabten Tochter etwas Besonderes wird. Hier kommt noch dazu, daß eine sehr hübsche Tochter oft von ihrem Vater „vergöttert“ wird und daß ihr dieser nahezu jeden Wunsch von den Augen abliest. Die zukünftigen Partner dieser allzu geliebten Töchter haben es mindestens ebenso schwer wie die Partnerinnen von allzu geliebten Söhnen. Mit einem ehemals zu sehr verwöhnten Kind zu leben kann sehr anstrengend sein und oftmals scheitern Beziehungen und es wird in Partnerschaften kein Glück gefunden.

Lassen wir Kinder erwachsen werden! Sie müssen ihr eigenes Leben leben, damit sie glücklich werden können und nicht mit 50 noch ein Nesthocker sind! Glauben Sie, daß das übertrieben ist? Dann sehen Sie sich doch die Fälle von 50jährigen an, die nach dem Tod der Mutter plötzlich nach der ersten Partnerin in ihrem Leben suchen, die dann aber „Mutterersatz“ sein soll….

Ganz realistisch betrachtet wären diese „ewigen Kinder“ auch sehr dumm, wenn sie das bequeme Leben im Elternhaus ohne besondere Vorschriften und Rücksichten freiwillig aufgeben würden. Draussen im Leben müssen sie sich schliesslich beweisen und es selbst schaffen und viele wollen das gar nicht.

So krass es für manche also klingen mag: junge Männer und Frauen haben ab ca. 25 Jahren (immerhin einem Vierteljahrhundert!) im Elternhaus nichts mehr verloren! Sie sollten von wirklich wohlmeinenden Eltern, die wollen, daß ihr gesundes und tatsächlich geliebtes Kind ein erwachsenes und selbständiges Leben führt, sanft aber bestimmt aus dem ständigen Wohnsitz des Elternhauses eliminiert werden! Lebens- oder Ehepartner sollten sich auf den eigentlichen Zweck ihres Zusammenseins konzentrieren, um nicht eines Tages daraufzukommen, daß sie rein gar nichts mehr verbindet und daß sie nur des Kindes wegen zusammen geblieben sind.

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