Sexuelle Grenzen und Tabus
Bezeichnen Sie sich selbst als sexuell aufgeschlossenen Menschen oder eher der „altmodischen, treuen Sorte“ zugehörig, mit einer Vorliebe für „Blümchensex“ Wenn Sie einigermassen an Sex interessiert sind, dann werden Sie sich mit Sicherheit schon gefragt haben, was sozusagen noch im Bereich des „Normalen“ liegt und was nicht mehr „normal“ ist. Hier Richtlinien zu finden gestaltet sich schwierig. Denn es gibt einfach keine! Was für den einen normal ist, weil er es nahezu tagtäglich auslebt, ist für den anderen unter Umständen total abwegig und undenkbar. Man kann auch gar nicht verallgemeinern und sagen: Frauen lieben eher den romantischen Sex und Männer den wilden, ungestümen Sex, einzig und allein zur Befriedigung ihrer Gelüste. Während es einem Menschen um die Verschmelzung mit einem Partner geht, sich gegenseitig Wonne und Lust zu verschaffen, geht es dem anderen um die reine Triebbefriedigung. Und hier lassen sich die Geschlechter ebensowenig schubladisieren wie auf vielen anderen Gebieten auch. Es kommt einzig und allein auf den Menschen, auf dessen Vorlieben und bisherige Erfahrungen an. Auf das einzelne Individuum.
Mit etwas Glück trifft man auf Gleichgesinnte, die genau das möchten, was man selbst auch für ein gelungenes und befriedigendes Sexualleben braucht. Dann lassen sich ungeahnte Höhepunkte erleben, das Suchen und Finden von gemeinsamen sexuellen Grenzen und der Spass und die Lust daran, diese gewissermassen auf dem Weg dorthin gemeinsam zu finden. Alte und überkommene Moralvorstellungen helfen uns auf diesem Weg der Suche nicht weiter. Die moralischen Vorstellungen und Gebote alter Religionen, die vielen von uns eine Art Sicherheit vermitteln und ausserhalb Grenzen bestimmen, sind dem Wachstum auf sexuellem und menschlichem Gebiet oftmals nicht förderlich sondern eher hinderlich. Überlegen Sie also genau: was wurde mir anerzogen, was habe ich mich bisher nicht getraut, auszuleben – aus ethischen und moralischen Gründen? Habe ich mich dadurch bisher nicht insgesamt eingeengt und wie in Ketten geschmiedet gefühlt? Habe ich mich selbst „verdammt“ für meine sexuellen Wünsche und Bedürfnisse? Und was entspricht mir wirklich, was entspricht meiner Natur? Was finde ich tatsächlich schön, was verschafft mir Höhepunkte der Lust? Wofür lohnt es sich, ein wenig umzudenken und dies ohne Schuldgefühle in die Tat umzusetzen?
Ein Mensch, der ein wenig Schmerz beim Sex als anturnend findet, der ist nicht schlecht. Er hat bloss eine Vorliebe für etwas, das er mit einigen anderen Menschen – wenn diese es ehrlich zugeben – teilt. Umgekehrt ist ein Mensch, der ausschliesslich romantischen Kuschelsex mag, nicht automatisch der „Bessere“. Auch ist jemand nicht „verklemmt“, der gewisse Sexualpraktiken ablehnt, bloss weil der andere sie gerne ausübt. Warum fürchten sich viele von uns eigentlich auch so vor der Liebe unter Gleichgeschlichtlichen, tun diese als „minderwertig“ und „abstossend“ ab? Also die Abwertung von Lesben und Homosexuellen…. Ist es nicht die Angst davor, ebensolche Anteile in sich selbst entdeckt zu haben, es also gar nicht so abstossend zu finden, wie wir nach aussen hin oftmals tun? Das heisst ja nicht, daß wir es selbst auch ausleben müssen, wenn wir es einmal entdeckt haben. Aber wir sollten akzeptieren, daß es Menschen gibt, die es ausleben möchten. Lernen wir also in unserer Gesellschaft mit der Andersartigkeit der anderen umzugehen. Damit werden wir offen für viele Perspektiven des Lebens und der Menschlichkeit. Wenn Sie einen Partner suchen, sich derzeit auf der Partnersuche befinden und bereits ganz genau wissen, wo Ihre Vorlieben liegen, dann haben Sie bei einer Partnervermittlung oder Singlebörse die besten Chancen, diesen für Sie passenden Partner zu finden!