Nebenbeziehungen

Posted by Tuging.de | Alle Einträge | Dienstag 27 Oktober 2009 21:34

Sie leben in einer Ehe oder Partnerschaft und vermissen in dieser mehr Zärtlichkeit, Zuwendung, Sex? Auch die Gespräche kommen in Ihrer „Hauptbeziehung“ einfach zu kurz? Partner bzw. Partnerin haben einfach nicht viele gemeinsame Interessen mit Ihnen, es hapert an Gesprächsstoff bzw. Ihre Interessen stossen auf zu wenig Verständnis? Wenn viele dieser Details zusammenkommen, dann werden Sie sich über kurz oder lang entschliessen, diese Hauptbeziehung entweder aufzugeben oder sich eine zweite, zusätzliche Beziehung, eine sogenannte „Nebenbeziehung“ zu suchen. In dieser Nebenbeziehung finden Sie dann all das, was Ihnen im Alltag fehlt. Zum Kick des „frisch verliebt – Seins“ kommt dann dazu, daß all das ausgelebt werden kann, was sonst verloren gegangen ist. Die Gründe für eine Affäre sind im Grunde genommen also immer die Gleichen – Nachlässigkeit des Partners in der Hauptbeziehung, die sich in den verschiedensten Dingen äussert. Es können dies eben Desinteresse am Partner, ständige Nörgelei (ob angebracht oder nicht), Streitereien innerhalb der Familie, „Belagerungszustände“ von Schwiegermüttern, extreme Konzentration auf Kinder (und der damit verbundene „Ausschluss“ des Partners), sich Gehen lassen (in Form von extremer Gewichtszunahme und Bequemlichkeit sowie Ungepflegtheit), etc. sein. Ganz besonders zu erwähnen ist hier auch die Gewichtszunahme bei Frauen nachdem sie Kinder bekommen haben. Leider glauben viele, damit seien ihre Pflichten insgesamt „erledigt“. Die Frau kümmert sich fast ausschliesslich nur mehr ums Kind, achtet überhaupt nicht mehr auf ihr Äusseres und viele nehmen dann wirklich 20-40 kg zu, sind sozusagen „hauptberufliche Mamas“. Sich dann darauf auszureden: „ich habe Dir schliesslich ein Kind zur Welt gebracht, die Hormone, etc….“ das ist schlichtweg unfair (man hat nicht „dem Partner Kinder zur Welt gebracht“, sondern man wollte ja schliesslich auch selbst eines oder mehrere) und eine Ausrede, denn mit etwas Eigenmotivation kann eine Frau auch nach einer Geburt das Gewicht in einem gewissen Rahmen halten und wenn sie es alleine nicht wirklich schafft, dann kann sie dies mit ärztlicher Unterstützung, denn es gibt bereits sehr gute Präparate am Markt, die die Fettaufnahme blockieren und damit ist es für wirklich niemanden mehr eine Hexerei, zumindest halbwegs schlank zu werden und auch zu bleiben.

Auf der anderen Seite gibt es dann auch unausgelastete Väter, die nicht viel zum Wohl und zur Unterhaltung des Kindes beitragen, weiter ihrer Arbeit nachgehen, zwar „Geld ins Haus“ bringen, aber nach Feierabend nach Hause kommen und einfach nur mehr ihre Ruhe haben wollen. Wenn die ehemals sexuell aktive Partnerin dann nach einem anstrengenden Tag mit Kind und Haushalt keine Lust mehr hat, dann fühlt sich der Mann sehr leicht zurückgestossen und nicht angenommen. In diesem Falle ist es nicht verwunderlich, daß sich der Mann bald eine Geliebte sucht. Egal ob man ein Mann oder eine Frau ist – mit einer Nebenbeziehung ist man trotz (oder vielleicht gerade wegen) der zusätzlichen Anstrengung insgesamt wieder ausgeglichener, das Leben macht mehr Spass, man achtet auf sich, die Hormone beflügeln im wahrsten Sinn des Wortes und man wird auch wieder viel unternehmungslustiger. Oftmals sind solche Nebenbeziehungen dann auch der „Kitt“, der die Hauptbeziehung zusammenhält. Denn ohne die Affäre würde es schlicht und einfach nicht mehr klappen, weil einfach zu viel fehlt. Man sollte sich also insgesamt Gedanken über den „Wert“ von Affären machen. Speziell wenn Kinder noch recht klein sind, helfen diese zumindest über einen gewissen Zeitraum hinweg, die Hauptbeziehung überhaupt noch aufrecht erhalten zu können. Manche machen es auch so, daß sie sich einen gewissen „Zeitrahmen“ setzen, wie lange so eine Affäre dauern „darf“, um nicht zur Gefahr für die Hauptbeziehung zu werden. Sie setzen sich von vornherein ein Limit und danach brechen sie den Kontakt ab, um sich wieder etwas Neues zu suchen, das nicht so „gefährlich“ ist, weil der Zusammenhalt Anfangs nicht so stark ist. Hierbei darf man aber nicht vergessen: jeder neue Kontakt ist in gewisser Weise gefährlich. Man kann an einen Mann oder eine Frau geraten, die „nicht alle Tassen im Schrank“ hat. Nach dem ersten sexuellen Kontakt ist dann plötzlich „unsterbliche Liebe“ da und der neue Sexpartner möchte seine „Besitzansprüche“ vehement durchsetzen – ohne Rücksicht auf Verluste. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: die Hauptbeziehung wird dadurch zum Scheitern gebracht (die Nebenbeziehung sowieso, denn wer möchte mit jemandem zusammensein, der wissentlich und willentlich etwas zerstört hat, um seine Ansprüche durchzusetzen) oder die Hauptbeziehung wird unter Zuweisung der Schuld auf dem Fremdgeher weitergeführt. Mit sämtlichen Konsequenzen, die da lauten: „Du hast…..!“ Busse bis ans Lebensende mit eingeschlossen. Niemandem zu wünschen!

Auch gibt es die „Gefahr“, tatsächlich auf die „Liebe des Lebens“ zu treffen. Was zuerst als Affäre auf Zeit gedacht war, das wird plötzlich – auf beiden Seiten - viel mehr. Dann ist die Hauptbeziehung gescheitert, etwas Neues und oftmals wirklich Besseres entstanden. Es gibt auch Affären, die eine Weile gut bzw. sehr gut laufen. Danach verglüht die Leidenschaft wieder, man trennt sich im Guten und beide Beteiligte suchen sich wieder etwas Neues. Man sollte Affären und Nebenbeziehungen jedenfalls nicht von vornherein schlecht machen. Eros, gleichbedeutend mit „die Lebenskraft“, spendet tatsächlich sehr viel Kraft im täglichen Leben. Nur so können Ehen und Beziehungen oft aufrecht erhalten bleiben. Jedoch sollte man sich nie etwas vormachen: in einer gut funktionierenden Beziehung fehlt niemals so viel, daß man eine Nebenbeziehung braucht. So gesehen ist es ein Fakt, daß eine Affäre durchaus Sinn macht, solange Kinder noch klein sind, um ihnen den Rahmen einer sicheren Familie zu erhalten. Später dann jedoch nicht mehr. Denn dann sollte man sich einfach eingestehen: es fehlt wirklich zu viel und das kommt auch nicht wieder. Was man dann daraus macht, das sei jedem selbst überlassen, aber am ehrlichsten ist es, sich von einem Partner zu trennen, mit dem man nicht mehr zusammenpasst.

Single oder doch lieber zu Zweit

Posted by Tuging.de | Alle Einträge | Freitag 2 Oktober 2009 18:24

Leben Sie alleine, sind Sie ein sogenannter Single? Oder befinden Sie sich in einer mehr oder weniger glücklichen Beziehung und leben als Paar zu Zweit? In unserer heutigen Gesellschaft gibt es einen Trend zum Single-Leben. Viele Menschen ziehen das Leben allein einer Partnerschaft mit allen Konsequenzen, dem täglichen Miteinander und den dazugehörigen Auseinandersetzungen vor. Früher war es eindeutiges Ziel, in einer Partnerschaft bzw. Ehe zu leben. Oftmals ordnete sich die Frau den Wünschen des Mannes unter, weil sie von ihm finanziell absolut abhängig war. Auch Kinder spielten eine grosse Rolle, denn eine allein erziehende Frau wurde vor noch nicht allzu langer Zeit von der Gesellschaft mit Missachtung bzw. Ausgrenzung „gestraft“. Frauen hatten also leider oft nur die Wahl, sich einem Mann unterzuordnen oder keinen sozialen Status mehr zu geniessen – im schlimmsten Fall auch ein Leben mit Kind in Armut zu leben, ohne Aussicht, jemals wieder einen geeigneten Partner zu finden. Heute gibt es viele alleinerziehende Mütter und auch bereits alleinerziehende Väter. Keiner findet mehr etwas dabei – im Gegenteil, oftmals werden Alleinerzieher sogar wohlwollend von Ihrer Umgebung gefördert, man hilft ihnen nach Möglichkeit. Auf dem Arbeitsmarkt bleibt die Situation für alleinerziehende Frauen allerdings kritisch, denn nach wie vor wird angenommen, daß die Frau bei Problemen wie etwa Krankheiten von Kindern zu Hause und somit ihrer Arbeitsstelle fern bleibt. Wenn eine Frau nicht eine gewisse Karriere gemacht hat, bevor sie Kinder bekommt, dann kann sie die Karriere vergessen, wenn sie sich zum Zeitpunkt der Geburt nicht bereits ein Kindermädchen leisten kann. Ob eine Nanny allerdings einen vollwertigen Ersatz für die Mutter darstellt, auch wenn sie noch so gut oder perfekt ist, das sei dahingestellt. Kommen wir also zurück zum Thema „Single oder doch lieber zu Zweit“. Beides hat seine eindeutigen Vor- und Nachteile. Junge Menschen von heute sind es gewohnt, Freiheiten zu geniessen. Sie möchten sich nicht einschränken. In einer Partnerschaft muss dies aber zugunsten des „Wir“ immer und immer wieder erfolgen. Man muss das Ego also hintanstellen, auf gewisse Dinge auch hin und wieder verzichten und etwas für das gemeinsame Glück tun. So kann sich dann natürlich ein junges Pärchen, das gerade seine Wohnung einrichtet, Dinge des Eigenbedarfs nicht mehr so gut leisten wie zuvor, als beide noch im Idealfall bei ihren Eltern gelebt haben und dort kaum Ausgaben fürs Wohnen, Essen (ausser ausserhalb), etc. hatten. Hieraus erklärt sich auch, warum viele junge Menschen es vorziehen, so lange als möglich bei ihren Eltern, sozusagen im Hotel Mama mit möglichst geringen oder gar keinen Kosten und „Rund-um-die-Uhr-Service“ (gewaschene und gebügelte Wäsche, gefüllter Eiskasten, fix und fertig gekochtes Essen usw.), wohnen zu bleiben.

Hier sei auch gesagt: Eltern tun ihren Kindern nichts Gutes damit, wenn sie sie – bei aller Liebe – „ewig“ bei sich zu Hause wohnen lassen. Sie fördern damit die Unselbständigkeit ihrer Kinder. Sobald Kinder ins Erwachsenenalter eintreten haben sie schlicht und einfach für sich selbst zu sorgen und das Elternhaus zu verlassen. Auch für die Eltern beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt. Sie sind nun wieder ein Paar und nicht mehr „Mama und Papa“. Kinder mögen zwar verbinden, aber zwei Menschen bleiben zwei unterschiedliche Menschen und irgendwann ist es Zeit, sich dessen wieder bewusst zu werden und als Paar zu leben, wobei jeder natürlich nach wie vor seine eigenen Vorlieben hat, eben weil es sich um zwei unterschiedliche Individuen handelt. Nehmen wir also nun an, daß der junge Erwachsene von seinen Eltern eine Starthilfe bekommen hat, nun eine eigene Wohnung bezieht und einer halbwegs geregelten Arbeit (oder auch mehreren Teilzeitarbeiten, was auch sehr im Trend liegt) nachgeht oder studiert und ansonsten eben das Leben eines Singles führt. Mit allen dazugehörigen Pflichten, also Einkaufen, Wohnung in Ordnung halten, Kochen, etc. etc.! Das ist dann natürlich eine gewaltige Umstellung. Plötzlich muss alles allein gemacht werden. Je nachdem, wie ordnungsliebend ein Mensch ist, kann das ganz schön aufwändig sein. Manche entscheiden sich dann auch aus Gründen der Bequemlichkeit für einen Partner. Einem, der sozusagen Teile der Arbeit abnimmt. Dabei heisst es von vornherein vorsichtig sein, denn die Ordnungsbedürfnisse von zwei Partnern können sehr unterschiedlich sein und beide irgendwann einmal sehr nerven. Im negativsten Fall handelt man sich sogar einen Partner ein, der einem nichts von der Arbeit abnimmt, sondern noch zusätzliche Arbeit aufhalst. Wenn man sich im positiven Fall gut versteht, dann ist auch immer ein Gesprächspartner zur Stelle, wenn man von der Arbeit heimkommt. Eine „Ankommenspause“ braucht aber nahezu jeder Mensch. Wenn der Partner bereits länger zu Hause ist und den anderen dann „überfallsartig“ mit den Themen des Tages beglückt und Meinungen dazu hören möchte, dann kann das Heimkommen einen gewissen Widerwillen erzeugen. Während man als Single auch nahezu ungehindert surfen und chatten kann, ist es für den Partner nicht gerade das grosse Glück, wenn man zu mitternächtlicher Stunde noch in irgendwelchen Chatrooms flirtet usw.! Bisherige Freunde, die es gewohnt sind, daß man sozusagen „auf Abruf“ parat steht und mit ihnen etwas unternimmt, müssen sich dann auch erst einmal umgewöhnen. Den Freundeskreis komplett aufzugeben, weil man einen Partner hat, das sei jedoch niemandem anzuraten. Erstens fehlen einem über kurz oder lang andere Kontaktpersonen und zweitens – wenn es schief geht, dann steht man plötzlich ohne Partner und auch ohne Freunde da.

Das Leben als Single kann manchmal sehr ruhig verlaufen, wenn gerade keine Unternehmungen mit Freunden auf dem Tagesablauf stehen. Ein Mensch, der gern mit sich allein ist, der wird diesbezüglich keine Probleme haben. Ein Mensch, der sich schwer tut, mit sich allein zu sein und keine eigenständigen Interessen und Hobbies hat, der wird jedoch in solchen Situationen eine gewaltige Leere verspüren. Viele flüchten dann ins virtuelle Leben am Computer oder auch in Beziehungen mit für sie ungeeigneten Partnern, weil sich sozusagen nichts „Besseres“ findet. Wenn man ein Kind oder auch ein Haustier hat, dann kann es beruhigend sein zu wissen, daß der Partner sich um dieses kümmert, sollte man plötzlich ins Spital müssen oder ein Unglück passieren. Nach einem arbeitsreichen Tag in eine leere Wohnung zu kommen, kann auch sehr deprimierend sein. Wobei einem das nicht nur als Single, sondern auch in Partnerschaften immer wieder „blüht“. Man darf eben nicht vergessen, daß jeder ein Recht auf Eigenleben hat. Damit sind wir nun beim Thema „Nähe und Distanz“ angelangt. In einer funktionierenden Partnerschaft, die über sehr lange Zeit hält, ist dieses Nähe-Distanz-Verhältnis sehr ausgewogen. Jeder hat seine Zeiten, in denen er sozusagen als Single ein Eigenleben – unbehelligt vom Partner (!) – führt. Dies setzt eine gute Vertrauensbasis voraus. Eifersucht ist also ein schlechter Ratgeber. Man besitzt den anderen nicht, er „darf“ weiterhin die Dinge machen, die ihm Spass machen. Sonst wäre er schliesslich auch nicht mehr der Mensch, in den man sich verliebt hat. Wenn Sie sich also für ein Leben zu Zweit entscheiden, dann verlieren Sie nie aus den Augen, daß es sich bei diesem Leben um das gemeinsame Leben von zwei Singles handelt, um eine freie Entscheidung, die beide getroffen haben. Und in der jeder erwarten darf, daß er seine Interessen, Hobbies und Freunde weiterhin behalten kann. Für manche mag sich das komisch anhören – „Zwei Singles in einer Beziehung“ sozusagen. Aber jede gelungene Partnerschaft, in der beide glücklich und zufrieden sind, bedeutet genau das. Ein Geben und Nehmen, manchmal Kompromisse eingehen zu müssen, aber niemals aus den Augen zu verlieren, woran einem wirklich liegt. Denn sonst gibt man eines Tages dem Partner die Schuld daran, daß man auf Teile seines Lebens verzichtet hat. Und das bedeutet leider meist das Ende einer Partnerschaft! Suchen Sie sich also, wenn Sie auf Partnersuche sind, schon von vornherein einen erwachsenen Menschen, der genau das auch erkannt hat. Und gehen Sie keine Beziehungen mit nicht zu Ihnen passenden Menschen ein. Eine Partnervermittlung oder Singlebörse kann hier der Schlüssel zum Erfolg und zu Ihrem Glück sein. Sie finden genau den Menschen, der zu Ihnen passt. Der genau dieselben Vorstellungen von Partnerschaft und Gemeinsamkeit hat wie Sie. Dann kann diese Partnerschaft auch sehr, sehr lange halten – vielleicht sogar auf Lebenszeit!

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