Gut und Böse in Partnerschaften

Posted by Tuging.de | Alle Einträge | Mittwoch 17 März 2010 09:05

Wahrscheinlich haben Sie sich auch schon gefragt, wer in einer zerbrochenen Partnerschaft „der Gute“ und wer „der Böse“ war. Wir neigen dazu, jemandem die Schuld zuzuschieben, um mit einer Situation fertig zu werden und uns leichter damit zu tun. Wenn es z.B. für eine Frau um die zerbrochene Ehe oder langjährige Partnerschaft der besten Freundin geht, dann wird sie in erster Linie deren Mann die Verantwortung dafür zuschieben. Der war halt dann „sexuell überaktiv“ oder einfach nur blöd oder was auch immer. Er übernimmt sozusagen dann den Part des „Bösen“, der einzig und allein am Scheitern der Beziehung schuld ist. Ein Aussenstehender kann aber sehr wohl aus einer „gesunden Distanz“ heraus erkennen, daß es an beiden gelegen hat, daß es zum Bruch kam. Der Mann ging fremd, weil die Frau aus verschiedensten Gründen zu wenig Zeit und Lust auf Sex hatte, vielleicht auch überfordert war und – nicht zuletzt – die Bedürfnisse von unterschiedlichen Menschen eben unterschiedlich sind. Während der Mann viel Sex und Zärtlichkeiten braucht, braucht die Frau viel weniger davon. Das kann natürlich im umgekehrten Fall genauso sein: wenn eine Frau viel Wert auf Sex und Zärtlichkeiten legt, der Mann aber ein sehr passives Verhalten und wenig bis gar kein Interesse daran hat. Manche tun sich dann leicht und sagen: na gut, dann hole ich mir das, was fehlt, eben anderswo.
Viele verharren aber in einer Art „Warteposition“ und hoffen, daß es irgendwann einmal besser wird und dann mehr auf diesem Gebiet passiert, ohne fremd gehen oder den Partner wechseln zu müssen. Manche warten sogar bis zur Pensionierung des Partners darauf, um dann feststellen zu müssen, daß auch mit mehr Freizeit nicht das eintrifft, was sie sich erwartet und erhofft haben. Die Enttäuschung ist dann natürlich riesengross, wenn man sehr lange bzw. sein Leben lang auf eine Besserung der Situation gehofft hat. Eines Tages kommt jedenfalls der Tag der Erkenntnis: es wird sich nichts ändern, es wird nicht besser. Therapien helfen bestenfalls, um darüber zu sprechen. Ein „Mehr“ an Sex ist auch dadurch nicht zu erwarten – es artet eher zu einer Art „Pflichtprogramm“ aus, um den Partner wenigstens teilweise zufrieden zu stellen. Wir sollten uns also nichts vormachen: einer hat weniger Bedürfnisse, der andere mehr. Deswegen ist der eine noch lange nicht „der Gute“ (weniger Sex) und „der Böse“ (mehr Sex). Warten Sie also nicht auf den Tag X. Akzeptieren Sie, daß es unterschiedliches Verlangen gibt, so wie auch wir Menschen jeder für uns unterschiedlich veranlagt sind. Wenn Sie damit nicht klar kommen, daß Ihr Partner geringes bzw. gar kein Interesse an Sex hat, dann entscheiden Sie, ob Sie damit weiter leben wollen. Sie können ganz bzw. zum Grossteil darauf verzichten. Beachten Sie aber, daß Ihnen dadurch immer etwas fehlen wird und daß die „Gefahr“, dann eines Tages einen sexuell passenderen Partner zu finden, riesengross ist, da es sich im Lauf der Jahre immer mehr anstaut. Sie können Ihr „Heil“ auch in ausserpartnerschaftlichen Beziehungen suchen. Seitensprünge, One Night Stands, Affären, etc. Allerdings besteht hier – abgesehen von der Ansteckungsgefahr mit verschiedenen Krankheiten, allen voran Aids und Hepatitis – die Gefahr, daß sie sich zu sehr auf den bisherigen Partner fixieren und von vorne herein sagen: ich bleibe mit ihm zusammen, egal, was da kommt. Damit nehmen Sie sich von vorne herein die Chance, mit einem neuen Partner besser zu harmonieren und glücklich zu werden.
Allerdings können Sie auch den Schritt wagen und sagen: das ist es nicht! So will ich nicht weiter leben. Und trotz positiver Aspekte (Zuverlässigkeit des Partners, gemeinsame Kinder, gemeinsames Heim, etc.) sagen: es hat mir bisher zu viel gefehlt. Und ich möchte eine neue Partnerschaft eingehen, um glücklich zu werden. Wenn Sie dann den Entschluss gefasst haben, sich endgültig einen neuen Partner zu suchen, dann wissen Sie auch schon, worauf es Ihnen ankommt. Sie haben sozusagen Lebenserfahrungen gesammelt, wissen viel besser über sich selbst Bescheid – worauf Sie verzichten können und wollen und worauf nicht. Daß Sie „der/die Böse“ sind, weil Ihnen Sex, Zärtlichkeit und Nähe in der nach aussen hin glücklich wirkenden Partnerschaft gefehlt sind, das kann Ihnen jedenfalls keiner vorwerfen. Denn es ist Ihr Leben und Sie sollten es so positiv als möglich gestalten! Wenn Sie dann einen neuen Partner suchen, bieten sich im Internet bereits viele Möglichkeiten, passende Männer und Frauen zu finden – in Singlebörsen, bei Partneragenturen, etc.! In diesen Singlebörsen und Partneragenturen können Sie sozusagen „professionell“ vorgehen. Von Anfang an nach einem Partner suchen, der tatsächlich zu Ihnen passt und auf die Dinge wert legt, die auch Ihnen wichtig sind. Die Möglichkeiten, dort auf den passenden Mann/die passende Frau zu treffen, sind riesengross! Hier spielt die Entfernung kaum eine Rolle – Sie können Menschen aus weit entfernten Städten und Dörfern kennenlernen, sogar aus anderen Ländern und anderen Kontinenten! Menschen, die Sie in Ihrem normalen Alltagsleben niemals kennengelernt hätten. Sie können auch rasch klären, ob der neue Mensch in Ihrem Leben bereit ist, zu Ihnen zu übersiedeln oder ob Sie selbst bereit sind, zu ihm zu übersiedeln. Das bedeutet nicht von Vorne herein, daß man am neuen Wohnort gleich miteinander wohnen muss. Es können auch getrennte Wohnungen vorhanden sein, um sich eine Weile Zeit zu lassen und ohne Druck zu entscheiden, ob man sein zukünftiges Leben miteinander teilen möchte. Begeben Sie sich also gezielt auf die Suche. Auf die Suche nach Glück und Harmonie mit einem tatsächlich passenden Partner! Das Internet bietet mit Singlebörsen und Partneragenturen die besten Voraussetzungen dafür!

Nebenbeziehungen

Posted by Tuging.de | Alle Einträge | Dienstag 27 Oktober 2009 21:34

Sie leben in einer Ehe oder Partnerschaft und vermissen in dieser mehr Zärtlichkeit, Zuwendung, Sex? Auch die Gespräche kommen in Ihrer „Hauptbeziehung“ einfach zu kurz? Partner bzw. Partnerin haben einfach nicht viele gemeinsame Interessen mit Ihnen, es hapert an Gesprächsstoff bzw. Ihre Interessen stossen auf zu wenig Verständnis? Wenn viele dieser Details zusammenkommen, dann werden Sie sich über kurz oder lang entschliessen, diese Hauptbeziehung entweder aufzugeben oder sich eine zweite, zusätzliche Beziehung, eine sogenannte „Nebenbeziehung“ zu suchen. In dieser Nebenbeziehung finden Sie dann all das, was Ihnen im Alltag fehlt. Zum Kick des „frisch verliebt – Seins“ kommt dann dazu, daß all das ausgelebt werden kann, was sonst verloren gegangen ist. Die Gründe für eine Affäre sind im Grunde genommen also immer die Gleichen – Nachlässigkeit des Partners in der Hauptbeziehung, die sich in den verschiedensten Dingen äussert. Es können dies eben Desinteresse am Partner, ständige Nörgelei (ob angebracht oder nicht), Streitereien innerhalb der Familie, „Belagerungszustände“ von Schwiegermüttern, extreme Konzentration auf Kinder (und der damit verbundene „Ausschluss“ des Partners), sich Gehen lassen (in Form von extremer Gewichtszunahme und Bequemlichkeit sowie Ungepflegtheit), etc. sein. Ganz besonders zu erwähnen ist hier auch die Gewichtszunahme bei Frauen nachdem sie Kinder bekommen haben. Leider glauben viele, damit seien ihre Pflichten insgesamt „erledigt“. Die Frau kümmert sich fast ausschliesslich nur mehr ums Kind, achtet überhaupt nicht mehr auf ihr Äusseres und viele nehmen dann wirklich 20-40 kg zu, sind sozusagen „hauptberufliche Mamas“. Sich dann darauf auszureden: „ich habe Dir schliesslich ein Kind zur Welt gebracht, die Hormone, etc….“ das ist schlichtweg unfair (man hat nicht „dem Partner Kinder zur Welt gebracht“, sondern man wollte ja schliesslich auch selbst eines oder mehrere) und eine Ausrede, denn mit etwas Eigenmotivation kann eine Frau auch nach einer Geburt das Gewicht in einem gewissen Rahmen halten und wenn sie es alleine nicht wirklich schafft, dann kann sie dies mit ärztlicher Unterstützung, denn es gibt bereits sehr gute Präparate am Markt, die die Fettaufnahme blockieren und damit ist es für wirklich niemanden mehr eine Hexerei, zumindest halbwegs schlank zu werden und auch zu bleiben.

Auf der anderen Seite gibt es dann auch unausgelastete Väter, die nicht viel zum Wohl und zur Unterhaltung des Kindes beitragen, weiter ihrer Arbeit nachgehen, zwar „Geld ins Haus“ bringen, aber nach Feierabend nach Hause kommen und einfach nur mehr ihre Ruhe haben wollen. Wenn die ehemals sexuell aktive Partnerin dann nach einem anstrengenden Tag mit Kind und Haushalt keine Lust mehr hat, dann fühlt sich der Mann sehr leicht zurückgestossen und nicht angenommen. In diesem Falle ist es nicht verwunderlich, daß sich der Mann bald eine Geliebte sucht. Egal ob man ein Mann oder eine Frau ist – mit einer Nebenbeziehung ist man trotz (oder vielleicht gerade wegen) der zusätzlichen Anstrengung insgesamt wieder ausgeglichener, das Leben macht mehr Spass, man achtet auf sich, die Hormone beflügeln im wahrsten Sinn des Wortes und man wird auch wieder viel unternehmungslustiger. Oftmals sind solche Nebenbeziehungen dann auch der „Kitt“, der die Hauptbeziehung zusammenhält. Denn ohne die Affäre würde es schlicht und einfach nicht mehr klappen, weil einfach zu viel fehlt. Man sollte sich also insgesamt Gedanken über den „Wert“ von Affären machen. Speziell wenn Kinder noch recht klein sind, helfen diese zumindest über einen gewissen Zeitraum hinweg, die Hauptbeziehung überhaupt noch aufrecht erhalten zu können. Manche machen es auch so, daß sie sich einen gewissen „Zeitrahmen“ setzen, wie lange so eine Affäre dauern „darf“, um nicht zur Gefahr für die Hauptbeziehung zu werden. Sie setzen sich von vornherein ein Limit und danach brechen sie den Kontakt ab, um sich wieder etwas Neues zu suchen, das nicht so „gefährlich“ ist, weil der Zusammenhalt Anfangs nicht so stark ist. Hierbei darf man aber nicht vergessen: jeder neue Kontakt ist in gewisser Weise gefährlich. Man kann an einen Mann oder eine Frau geraten, die „nicht alle Tassen im Schrank“ hat. Nach dem ersten sexuellen Kontakt ist dann plötzlich „unsterbliche Liebe“ da und der neue Sexpartner möchte seine „Besitzansprüche“ vehement durchsetzen – ohne Rücksicht auf Verluste. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: die Hauptbeziehung wird dadurch zum Scheitern gebracht (die Nebenbeziehung sowieso, denn wer möchte mit jemandem zusammensein, der wissentlich und willentlich etwas zerstört hat, um seine Ansprüche durchzusetzen) oder die Hauptbeziehung wird unter Zuweisung der Schuld auf dem Fremdgeher weitergeführt. Mit sämtlichen Konsequenzen, die da lauten: „Du hast…..!“ Busse bis ans Lebensende mit eingeschlossen. Niemandem zu wünschen!

Auch gibt es die „Gefahr“, tatsächlich auf die „Liebe des Lebens“ zu treffen. Was zuerst als Affäre auf Zeit gedacht war, das wird plötzlich – auf beiden Seiten - viel mehr. Dann ist die Hauptbeziehung gescheitert, etwas Neues und oftmals wirklich Besseres entstanden. Es gibt auch Affären, die eine Weile gut bzw. sehr gut laufen. Danach verglüht die Leidenschaft wieder, man trennt sich im Guten und beide Beteiligte suchen sich wieder etwas Neues. Man sollte Affären und Nebenbeziehungen jedenfalls nicht von vornherein schlecht machen. Eros, gleichbedeutend mit „die Lebenskraft“, spendet tatsächlich sehr viel Kraft im täglichen Leben. Nur so können Ehen und Beziehungen oft aufrecht erhalten bleiben. Jedoch sollte man sich nie etwas vormachen: in einer gut funktionierenden Beziehung fehlt niemals so viel, daß man eine Nebenbeziehung braucht. So gesehen ist es ein Fakt, daß eine Affäre durchaus Sinn macht, solange Kinder noch klein sind, um ihnen den Rahmen einer sicheren Familie zu erhalten. Später dann jedoch nicht mehr. Denn dann sollte man sich einfach eingestehen: es fehlt wirklich zu viel und das kommt auch nicht wieder. Was man dann daraus macht, das sei jedem selbst überlassen, aber am ehrlichsten ist es, sich von einem Partner zu trennen, mit dem man nicht mehr zusammenpasst.

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