Der Kampf der Geschlechter

Posted by Tuging.de | Alle Einträge | Sonntag 22 November 2009 10:33

Leben Sie in einer Beziehung und kommt es in dieser immer wieder zu Streitsituationen? Ist Ihre letzte Partnerschaft vielleicht gar an solchen extremen Konflikten gescheitert? Sicher haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, warum es in Beziehungen immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten kommt. Und höchstwahrscheinlich haben Sie gemerkt, daß jeder der Beteiligten einfach Recht haben möchte und dem anderen seine Meinung aufdrängen möchte, ob dieser sie nun annehmen will oder nicht. Einer will gewissermassen der „Gescheitere“ bzw. „Bessere“ sein als der andere. Es kommt zu einem wahren „Kampf der Geschlechter“. Man testet also in gewisser Weise aus, wie weit man gehen kann und inwieweit der andere bereit ist, dies zu akzeptieren. Leider vergessen wir dabei immer wieder, daß sich unsere ureigensten Erfahrungen und Schlüsse aus unseren bisher gemachten Lebenserfahrungen, dem Umfeld und dem Lebensweg ergeben haben. So hat also jeder seine eigenen Vorstellungen und Werte, die sich sozusagen aus den vielen kleinen Bausteinen, sogenannten „Puzzleteilchen des Lebens“ zusammensetzen. Es gibt also kein Paar, bei dem Mann und Frau (auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen ist dies der Fall) „gleichgeschaltet“ sind. Denn jeder Mensch ist eben anders. Man kann in „grossen Bereichen“ harmonieren, wie z.B. der Einstellung zu Grundwerten wie Familie, Religion, finanzielle Basis und Ziele, etc. Aber irgendwo gibt es immer Details, die nicht zusammenpassen.
So kann z.B. ein Extremsportler von seiner mässig sportlich begeisterten und nicht durchtrainierten neuen Partnerin nicht verlangen, daß diese ebenso an seinen sportlichen Ambitionen teilnimmt. So wie sie z.B. auch nicht von ihm verlangen kann und sollte, ein Kunstseminar für die kreative Gestaltung von Tontöpfen mit ihr zu besuchen, wenn er es zwar oberflächlich schön, aber ansonsten einfach nur langweilig findet. Natürlich gibt es auch „Softies“ unter den Herren der Schöpfung, die sich mit der dekorativen Gestaltung der Wohnung beschäftigen und einen ausgesprochenen „grünen Daumen“ haben, was die Gartengestaltung anbelangt. Hiebei handelt es sich aber meist doch um die sprichwörtliche Ausnahme von der Regel. Auch können gleiche Interessen, wenn sie mit voller Leidenschaft betrieben werden, ein gewaltiges Konfliktpotential in sich bergen: wenn z.B. der Mann bestimmte Vorstellungen von einem sehr streng gestalteten und eher spartanischem Garten mit vielen Steinen und scharf abgegrenzten Wegen zum englischen Rasen hat und kein Unkräutlein diese kühle Harmonie stören darf und die Frau eine absolute Vorliebe für einen Naturgarten mit Blumenwiese, vielen Schmetterlingen, Nistkästen, etc. hat. Man sollte also sehr vorsichtig sein und bereits beim näheren Kennenlernen – trotz „rosaroter Brille“ – versuchen, alles genau im Auge zu behalten und sich ein realistisches Bild des Partners zu machen, so wie er eben ist und nicht wie man ihn gerne hätte. Leider begehen wir in den Anfängen einer Partnerschaft immer wieder den Fehler, die eigenen Träume und Wünsche auf den Partner zu projizieren. Und sind dann umso enttäuschter, wenn wir früher oder später draufkommen, daß der Partner gar nicht so ist, wie wir ihn gerne hätten.
Also gilt es genau abzugrenzen: was will ich, was will der Partner. Wie ist der andere Mensch wirklich.
Diese Klärung schafft man nur mittels vieler Gespräche und dem Interesse füreinander. Dafür sollte man sich Zeit nehmen, auch wenn natürlich zumindest Anfangs das Sexuelle sehr im Mittelpunkt steht und Gespräche dann sozusagen „in den Pausen“ stattfinden. Aber selbst dann, wenn Sie Ihren Partner sehr realistisch sehen und die rosarote Brille längst abgelegt haben, kommt es immer wieder zu neuen Konfliktsituationen, die je nach Wertigkeit zu mehr oder minder grösseren Streitereien führen können. Immer nur nachzugeben ist jedenfalls auch nicht des Rätsels Lösung, denn dann kommt ein Partner immer zu kurz – nämlich derjenige, der immer nachgibt. Er wird sozusagen immer schwächer. Und der andere fühlt sich dadurch immer stärker und dominiert die Beziehung. Hier sei anzumerken: wer von uns hat nicht schon von Männern gehört, die „nur kurz eine Zigarette holen“ gingen und von da an nicht mehr gesehen wurden – bestenfalls hörte man, daß sie sich mit einer Geliebten irgendwohin davongemacht hatten oder ein neues Leben in einem anderen Land angefangen haben…? Manchmal gibt es schlichtweg auch trotz aller Bemühungen gar keine Einigung, da die Standpunkte beider Beteiligter zu konträr sind. Dann sollte man es dabei belassen und nicht weiter streiten. Man kann dem anderen eben nicht seine Meinung aufzwingen und alleine deshalb ist der andere nicht „weniger Wert“ als man selbst. Auch sollte man kleine Streitereien keinesfalls nur als negativ sehen. Denn – auch wenn Sie es nicht glauben – sie sind sozusagen das „Salz in der Suppe des Lebens“. Sie halten eine Partnerschaft lebendig.
Denn eine Beziehung, in der beide Partner immer nur derselben Meinung sind, die ist schlicht und einfach nur langweilig. Man braucht ja dann den anderen gar nicht mehr um seine Meinung zu fragen, weil man sich sowieso absolut ähnlich ist und der andere genau dasselbe denkt. Aus solchen Partnerschaften ist dann oft sehr schnell die Luft raus und schlussendlich wenden sich beide anderen Partnern oder Interessen zu. Eine gewisse „Reibung der Geschlechter“ bzw. „Geschlechterkampf“ ist also durchaus nötig, um die Leidenschaft füreinander zu erhalten. Vielleicht liegt es auch in der Natur des Menschen, immer etwas anderes haben zu wollen, als das was man hat bzw. zu haben glaubt. Zuviel Sicherheit in einer Beziehung ist also als kontraproduktiv zu sehen. In einer solchen leben Mann und Frau irgendwann einmal wie Geschwister zusammen. Man bildet eine Lebensgemeinschaft bzw. WG, teilt sich die Kosten dafür und sucht den Kick und die Reibung im Aussen. Das ist auch die Erklärung dafür, weshalb viele Menschen, die in einer bisher nach aussen hin glücklich wirkenden Beziehung oder Ehe leben, plötzlich nach vielen Jahren der Treue dann doch fremd gehen. Manche entschliessen sich dann, etwas gänzlich Neues zu beginnen und es sozusagen nochmals mit jemand anderem zu wagen, oder auch Single zu bleiben, mit immer neuen und ständig wechselnden Partnern, mit denen es gar nicht erst langweilig werden kann, weil man gar nicht lang genug zusammen ist. Und manche bleiben in ihrer „geschwisterlichen Beziehung“ und holen sich das was fehlt immer wieder von Neuem von Aussen dazu. Allerdings wird eine solche Beziehung im Lauf der Jahre immer langweiliger, ausser der Partner kommt auf den Seitensprung drauf und reagiert eifersüchtig. Dann herrscht eine Weile Kriegszustand, vielleicht verzeiht der betrogene Partner auch, aber er lässt es den anderen doch immer wieder auf die eine Art und Weise spüren. „Verrat“ bleibt eben „Verrat“. Kein Mensch wird gerne betrogen und keiner kann es wirklich vergessen. Und auch wenn es sich viele nicht eingestehen möchten: wer einmal fremd geht, der geht immer wieder fremd! Man kann bestenfalls wegschauen und es negieren, um nicht zu sehr darunter zu leiden. Aber das Manko in der Beziehung bleibt bestehen und wird immer wieder durch andere Beziehungen „aufgefüllt“.
Es kann auch sein, daß durch das Aufdecken eines solchen Betrugs sogar eine Weile wieder die Leidenschaft in einer Partnerschaft zurückkehrt. Man versucht für eine gewisse Zeit, sexuell wieder aktiver zu sein und mehr miteinander zu unternehmen, um den Partner nicht zu verlieren. Aber man sollte sich nichts vormachen: früher oder später wird es wieder genauso, wie es war. Betrug hat immer seine Gründe. Und aus einem langweiligen Sexualpartner bzw. Freizeitpartner wird kaum jemals eine „Sexbombe“, ein „wilder Hengst“ oder was auch immer werden. Wenn Sie also in einer Partnerschaft leben, in der hin und wieder gestritten wird – wohlgemerkt: ohne daß einer versucht, den anderen extrem zu dominieren und immer nur seine eigene Meinung gelten zu lassen – dann versuchen Sie es gelassen zu sehen! Ein Paradies ist paradiesisch langweilig. Ein wenig Zunder kann nicht schaden, um die Leidenschaft für einander am Köcheln zu halten! Und wenn Sie durch zu viele Meinungsverschiedenheiten in der letzten Beziehung sozusagen „das Weite gesucht“ haben, um nicht unterzugehen, dann geben Sie die Hoffnung auf eine geglückte Beziehung nicht auf und reden Sie sich nicht ein, daß „alle so sind“. Denn es sind eben nicht alle so! Suchen Sie von vornherein einen Menschen, mit dem Sie in den für Sie wichtigsten Bereichen harmonieren – also z.B. im Sport, der für Sie die Welt bedeutet. Oder auch auf intellektueller Ebene, mit dem Sie hochgeistige Konversation betreiben können. Vielleicht auch einen kulturbegeisterten Menschen, mit dem Sie mittelalterliche Burgen, Ausstellungen, frühzeitliche Ausgrabungen oder was auch immer besuchen können. Oder einen Menschen, mit dem Sie ausgedehnte Spaziergänge oder Wanderungen in freier Natur unternehmen können. Diesen Menschen können Sie leichter finden, als Sie denken! Auch wenn es in Ihrer Umgebung keine Treffpunkte für Singles gibt und die nächste Stadt kilometerweit entfernt ist und Sie nach Feierabend zu müde sind, sich auf den weiten Weg zu machen. Sehen Sie sich einfach im Internet um! Partnerbörsen, Singlebörsen, Partneragenturen und Partnervermittlungen sind ein geeignetes Medium, um den passenden Partner zu finden. Und zwar nicht erst irgendwann, sondern schon jetzt! Wagen Sie es und helfen Sie Ihrem Zukunftsglück auf die Sprünge!

Nebenbeziehungen

Posted by Tuging.de | Alle Einträge | Dienstag 27 Oktober 2009 21:34

Sie leben in einer Ehe oder Partnerschaft und vermissen in dieser mehr Zärtlichkeit, Zuwendung, Sex? Auch die Gespräche kommen in Ihrer „Hauptbeziehung“ einfach zu kurz? Partner bzw. Partnerin haben einfach nicht viele gemeinsame Interessen mit Ihnen, es hapert an Gesprächsstoff bzw. Ihre Interessen stossen auf zu wenig Verständnis? Wenn viele dieser Details zusammenkommen, dann werden Sie sich über kurz oder lang entschliessen, diese Hauptbeziehung entweder aufzugeben oder sich eine zweite, zusätzliche Beziehung, eine sogenannte „Nebenbeziehung“ zu suchen. In dieser Nebenbeziehung finden Sie dann all das, was Ihnen im Alltag fehlt. Zum Kick des „frisch verliebt – Seins“ kommt dann dazu, daß all das ausgelebt werden kann, was sonst verloren gegangen ist. Die Gründe für eine Affäre sind im Grunde genommen also immer die Gleichen – Nachlässigkeit des Partners in der Hauptbeziehung, die sich in den verschiedensten Dingen äussert. Es können dies eben Desinteresse am Partner, ständige Nörgelei (ob angebracht oder nicht), Streitereien innerhalb der Familie, „Belagerungszustände“ von Schwiegermüttern, extreme Konzentration auf Kinder (und der damit verbundene „Ausschluss“ des Partners), sich Gehen lassen (in Form von extremer Gewichtszunahme und Bequemlichkeit sowie Ungepflegtheit), etc. sein. Ganz besonders zu erwähnen ist hier auch die Gewichtszunahme bei Frauen nachdem sie Kinder bekommen haben. Leider glauben viele, damit seien ihre Pflichten insgesamt „erledigt“. Die Frau kümmert sich fast ausschliesslich nur mehr ums Kind, achtet überhaupt nicht mehr auf ihr Äusseres und viele nehmen dann wirklich 20-40 kg zu, sind sozusagen „hauptberufliche Mamas“. Sich dann darauf auszureden: „ich habe Dir schliesslich ein Kind zur Welt gebracht, die Hormone, etc….“ das ist schlichtweg unfair (man hat nicht „dem Partner Kinder zur Welt gebracht“, sondern man wollte ja schliesslich auch selbst eines oder mehrere) und eine Ausrede, denn mit etwas Eigenmotivation kann eine Frau auch nach einer Geburt das Gewicht in einem gewissen Rahmen halten und wenn sie es alleine nicht wirklich schafft, dann kann sie dies mit ärztlicher Unterstützung, denn es gibt bereits sehr gute Präparate am Markt, die die Fettaufnahme blockieren und damit ist es für wirklich niemanden mehr eine Hexerei, zumindest halbwegs schlank zu werden und auch zu bleiben.

Auf der anderen Seite gibt es dann auch unausgelastete Väter, die nicht viel zum Wohl und zur Unterhaltung des Kindes beitragen, weiter ihrer Arbeit nachgehen, zwar „Geld ins Haus“ bringen, aber nach Feierabend nach Hause kommen und einfach nur mehr ihre Ruhe haben wollen. Wenn die ehemals sexuell aktive Partnerin dann nach einem anstrengenden Tag mit Kind und Haushalt keine Lust mehr hat, dann fühlt sich der Mann sehr leicht zurückgestossen und nicht angenommen. In diesem Falle ist es nicht verwunderlich, daß sich der Mann bald eine Geliebte sucht. Egal ob man ein Mann oder eine Frau ist – mit einer Nebenbeziehung ist man trotz (oder vielleicht gerade wegen) der zusätzlichen Anstrengung insgesamt wieder ausgeglichener, das Leben macht mehr Spass, man achtet auf sich, die Hormone beflügeln im wahrsten Sinn des Wortes und man wird auch wieder viel unternehmungslustiger. Oftmals sind solche Nebenbeziehungen dann auch der „Kitt“, der die Hauptbeziehung zusammenhält. Denn ohne die Affäre würde es schlicht und einfach nicht mehr klappen, weil einfach zu viel fehlt. Man sollte sich also insgesamt Gedanken über den „Wert“ von Affären machen. Speziell wenn Kinder noch recht klein sind, helfen diese zumindest über einen gewissen Zeitraum hinweg, die Hauptbeziehung überhaupt noch aufrecht erhalten zu können. Manche machen es auch so, daß sie sich einen gewissen „Zeitrahmen“ setzen, wie lange so eine Affäre dauern „darf“, um nicht zur Gefahr für die Hauptbeziehung zu werden. Sie setzen sich von vornherein ein Limit und danach brechen sie den Kontakt ab, um sich wieder etwas Neues zu suchen, das nicht so „gefährlich“ ist, weil der Zusammenhalt Anfangs nicht so stark ist. Hierbei darf man aber nicht vergessen: jeder neue Kontakt ist in gewisser Weise gefährlich. Man kann an einen Mann oder eine Frau geraten, die „nicht alle Tassen im Schrank“ hat. Nach dem ersten sexuellen Kontakt ist dann plötzlich „unsterbliche Liebe“ da und der neue Sexpartner möchte seine „Besitzansprüche“ vehement durchsetzen – ohne Rücksicht auf Verluste. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: die Hauptbeziehung wird dadurch zum Scheitern gebracht (die Nebenbeziehung sowieso, denn wer möchte mit jemandem zusammensein, der wissentlich und willentlich etwas zerstört hat, um seine Ansprüche durchzusetzen) oder die Hauptbeziehung wird unter Zuweisung der Schuld auf dem Fremdgeher weitergeführt. Mit sämtlichen Konsequenzen, die da lauten: „Du hast…..!“ Busse bis ans Lebensende mit eingeschlossen. Niemandem zu wünschen!

Auch gibt es die „Gefahr“, tatsächlich auf die „Liebe des Lebens“ zu treffen. Was zuerst als Affäre auf Zeit gedacht war, das wird plötzlich – auf beiden Seiten - viel mehr. Dann ist die Hauptbeziehung gescheitert, etwas Neues und oftmals wirklich Besseres entstanden. Es gibt auch Affären, die eine Weile gut bzw. sehr gut laufen. Danach verglüht die Leidenschaft wieder, man trennt sich im Guten und beide Beteiligte suchen sich wieder etwas Neues. Man sollte Affären und Nebenbeziehungen jedenfalls nicht von vornherein schlecht machen. Eros, gleichbedeutend mit „die Lebenskraft“, spendet tatsächlich sehr viel Kraft im täglichen Leben. Nur so können Ehen und Beziehungen oft aufrecht erhalten bleiben. Jedoch sollte man sich nie etwas vormachen: in einer gut funktionierenden Beziehung fehlt niemals so viel, daß man eine Nebenbeziehung braucht. So gesehen ist es ein Fakt, daß eine Affäre durchaus Sinn macht, solange Kinder noch klein sind, um ihnen den Rahmen einer sicheren Familie zu erhalten. Später dann jedoch nicht mehr. Denn dann sollte man sich einfach eingestehen: es fehlt wirklich zu viel und das kommt auch nicht wieder. Was man dann daraus macht, das sei jedem selbst überlassen, aber am ehrlichsten ist es, sich von einem Partner zu trennen, mit dem man nicht mehr zusammenpasst.

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