Männer mit vielen Frauen

Posted by Tuging.de | Alle Einträge | Dienstag 24 März 2009 09:32

Kennen auch Sie in Ihrer Bekanntschaft bzw. Ihrem Freundeskreis einen Mann, der mehrere Beziehungen zu Frauen unterhält? Sind Sie selbst von der Untreue Ihres Mannes betroffen? Egal, ob es sich dabei um einen verheirateten Mann, einen fix liierten Mann in einer Partnerschaft oder einen Single handelt – neben der „Hauptfrau“ existiert noch eine „Zweitfrau“ bzw. eine oder manchmal sogar mehrere Geliebte. Haben Sie sich auch schon gefragt, weshalb das eigentlich so sein „muss“? Weshalb ein Mann unbedingt „zweigleisig“ bzw. „mehrgleisig“ fahren muss? Diese Frage ist recht einfach zu beantworten: irgendetwas fehlt in der Hauptbeziehung! Wenn Sie nun die „betrogene“ Frau sind, dann werden Sie diese Feststellung gewiss mit Protest quittieren. Aber nach dem ersten Aufschrei könnten Sie beginnen, Ihre Beziehung zu analysieren. Und wenn Sie ganz ehrlich sind, dann werden vermutlich auch Sie selbst darauf kommen, daß in Ihrer bis dato „heilen Beziehung“ seit einiger Zeit vieles schief läuft. Fremdgehen ist nie ein spontaner Entschluss, es sei denn unter Alkohol- bzw. Drogeneinwirkung. Der Entschluss dazu ist schon viel früher gefallen, auch wenn das Viele nicht zugeben. Der Alltag reibt uns auf, die kleinen oder manchmal auch grösseren Verletzungen, die sich im Laufe des Zusammenlebens summieren. An deren Ende dann eben Fremdgehen mit allen möglichen Konsequenzen steht. Dabei kann es sich dann um einen One Night Stand (ONS) handeln, man kompensiert das Fehlende – die Zärtlichkeit, den sexuellen Austausch – durch mehr oder minder unproblematische sexuelle Abenteuer, meist auf ein einmaliges Miteinander beschränkt. Dadurch entstehen keine weiteren Verpflichtungen, man lebt in seiner bisherigen Beziehung so, als wäre nichts geschehen – quasi nach dem Motto „Einmal ist Keinmal“. Da in der Beziehung aber nach wie vor etwas Gravierendes fehlt, verwundert es auch nicht weiter, daß nach dem einmaligen „Fehltritt“, dann immer wieder weitere Seitensprünge passieren. Irgendwann einmal werden diese dann „normal“ und oftmals damit begründet „Männer sind so“. Der nächste Schritt ist dann der Schritt in eine Affäre. Neben der Hauptbeziehung entsteht eine Nebenbeziehung. Der Mann trifft sich immer wieder mit derselben Frau, es kommt zum Austausch von Zärtlichkeiten, der Sex ist oftmals leidenschaftlicher und wilder als in der bisherigen Beziehung. Gleichzeitig kommt es durch die öfteren Treffen zu einer emotionalen Verbundenheit und wenn beide der Meinung sind, daß es sich lohnt und man harmoniert, dann folgt unweigerlich die Trennung von der bisherigen Gefährtin bzw. Ehefrau.
Manchmal ist die Geliebte aber auch der Ansicht, daß es sich nicht weiter lohnt und ergreift sozusagen die Flucht. Der Mann kehrt reumütig zu seiner Frau zurück, um ein paar Monate später wieder eine Nebenbeziehung zu führen. Es hat sich ja daheim nichts geändert und „ohne“ geht es einfach nicht mehr. Manchmal erkennt der Mann, daß er doch lieber in seinem trauten Heim bleiben möchte – auch wenn dort eben vieles nicht stimmt. Dann kommt es zur Trennung von der Geliebten. Ein Weilchen bleibt der Mann dann bei seiner bisherigen Frau – meist auch aus Angst, wieder in eine derartige Situation zu kommen und entscheiden zu müssen. Letztlich geht er aber wieder fremd. Ein ehrlicher Blick auf unsere Beziehungen hilft uns weiter. Wir müssen uns eingestehen, daß wir nicht in einem Märchen leben und daß längst nicht alles so heil und rosig und auch die „ewige Treue“ (womöglich „bis dass der Tod uns scheidet“, was in Anbetracht der hohen Lebenserwartung schon fast bedrohlich klingt) nichts als Schlagwörter sind. Auch für einen Mann ist es nicht einfach, das was ihm fehlt, bei einer anderen Frau zu suchen. Sehr oft muss man sich auch eingestehen, daß sich Paare im Laufe ihres Lebens auch einfach auseinanderleben, daß es keine gemeinsamen Ziele mehr gibt und daß das anfängliche „Anderssein“ des anderen und die Bewunderung dafür mit der Zeit einfach nur mehr mühsam und nervenaufreibend geworden sind. Eines sollte auch klar sein: wenn man als Frau dahinterkommt, daß der Mann fremd gegangen ist, dann hilft alle Liebe nichts. Die Verletzung ist da, sie wird immer da sein. Ein Vergessen der Untreue ist unmöglich. Es ist ein Vertrauensbruch, der unterschwellig immer da sein wird, man wird den Mann für seine Untreue bestrafen, meist so geschickt, daß der das so wenig als möglich bemerkt – sonst könnte er die Beziehung ja von seiner Seite her beenden. Und „dankbar“ sollte der untreue Mann dann auch noch sein, weil man so „gnädig“ war, ihm seine Untreue zu verzeihen. Es wird also im Laufe einer solchen Beziehung immer wieder und immer ärger zu Verletzungen führen. Manche Frauen nützen dann auch eine gewisse „Machtposition“ aus und führen einen offenen Kampf gegen einen sehr schwachen Partner, der nunmehr in einer Position ist, aus der er nicht herauskommt und in der er sich unterordnen muss. Oftmals sind daran auch Kinder als „Druckmittel“ gegen den untreuen Partner beteiligt. Der ertappte untreue Mann wird sich aber mit Sicherheit ein anderes Ventil suchen, um seinerseits die Frau für den Druck zu bestrafen, unter den sie ihn setzt. So treffen wir dann auch öfters auf ältere bzw. alte Ehepaare, wo der Mann zeitlebens fremd gegangen ist und zu Hause bei der Frau brav „kuschen“ muss. Beide verachten einander und auch sich selbst – sie ihn, weil er nicht treu sein kann und er sie, weil sie keinen Stolz und nicht genügend Selbstwertgefühl hat, das Ganze zu beenden und sich offensichtlich an einen Partner geklammert hat, der sie immer wieder betrogen hat. Und sie sich selbst, weil sie ihn nicht „zum Teufel geschickt“ und sich das alles bieten hat lassen und er sich selbst, weil er ebenfalls nicht genügend Kraft hatte, sich aus dieser destruktiven Verbindung zu lösen. Interessanterweise treten solchen Paare in der Öffentlichkeit oft als „allesverzeihende Einheit“ auf, machen sogar noch Witzchen über die Untreue und über das Zurücknehmen des Partners. Andere lassen sich davon hin und wieder beeindrucken, daß die beiden so „generös“ sind. Dabei sind es genaugenommen zwei Menschen, die trotz allem nicht voneinander lassen können, sich ewig gegenseitig kränken und sich bis zuletzt die Hölle auf Erden bereiten.
Ein „spezielles Thema“ sind Männer mit vielen Frauen. Ihnen genügt nicht eine Frau, nicht zwei Frauen – nein, es müssen unbedingt mehrere Frauen gleichzeitig sein. Diese Männer fühlen sich als „Frauenbeglücker“ und Casanovas…. sie sind „so gut“, daß allen möglichen Frauen das Glück widerfahren darf, mit ihnen sexuell zu verkehren. Evolutionstechnisch gesehen sorgen sie so für die grösstmögliche Verbreitung ihrer „tollen Gene“. Menschlich gesehen sind sie oberflächlich und auf den sexuellen Akt beschränkt. Eine Frau, die mit einem solchen Frauenhelden zusammenlebt, führt ein Leben voll mit emotionalen Verletzungen und Unterwerfung. Sie ist wahrlich nicht zu beneiden. In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit ist es eher die Ausnahme geworden, wenn Paare sehr lange glücklich miteinander sind und keiner fremdgeht. Wie Sie selbst mit einem Seitensprung umgehen, das bleibt natürlich Ihnen allein überlassen. Ehrlich sollten Sie aber sich selbst gegenüber bleiben: nämlich sich einzugestehen, daß in einer Beziehung nicht alles in Ordnung ist, wenn Sie fremdgehen. Und wenn Sie als Frau draufkommen, daß Ihr Mann oder Ihr Freund fremd gegangen ist, dann sollten Sie die Konsequenz daraus ziehen und sich überlegen, ob Sie weiterhin in dieser Beziehung bleiben wollen – er wird es immer wieder tun, Sie brauchen sich nichts vorzumachen. Beim nächsten Mal vielleicht geschickter, aber doch…. Mit viel Glück findet er keine andere bzw. „bessere“ als Sie – aber möchten Sie tatsächlich darauf warten, bis Sie sein endgültiges „Urteil“ kennen und noch Jahrzehnte in einer Beziehung leben, in der Sie ständig betrogen werden? Manchmal ist es wirklich besser, sich ein Scheitern einer Verbindung einzugestehen, als in einem endlosen Kampf und Unsicherheit dahinzuleben. Fühlen Sie in sich hinein und dann werden Sie den richtigen Weg kennen!

Trennungsschmerz in Partnerschaften

Posted by Tuging.de | Alle Einträge | Montag 9 März 2009 22:21

Wer hat das nicht schon erlebt: man liebt einen Menschen und wünscht  sich nichts mehr, als ihn Tag und Nacht um sich zu haben. Jede Trennung – speziell in der Phase des Kennenlernens – verursacht nicht nur psychischen, sondern sogar körperlich spürbaren Trennungsschmerz. Man fühlt sich irgendwie wie benommen oder „amputiert“ und glaubt, diesen Schmerz nicht aushalten zu können und daran zu verzweifeln. Der geliebte Partner scheint unerreichbar, im Kopf spielt sich immer wieder ein sogenanntes „Kopfkino“ mit verschiedensten Schreckensszenarien ab. Man vermutet, daß der geliebte Mensch einen tödlichen Unfall gehabt haben könnte, jemand anders und „besseres“ gefunden haben könnte, sich einfach aus dem Staub machen könnte, sich doch fürs Alleinsein entschieden haben könnte, Sex mit einer Arbeitskollegin/einem Arbeitskollegen haben könnte, etc. etc.! In den allermeisten Fällen stellen sich diese gedachten Szenarien dann als absolut unnötige Befürchtungen heraus. Man hatte einfach gedacht und gedacht, ohne irgendwann einmal „Stop!“ zu sagen. Die Phantasie hat uns einen Streich gespielt. Viele fragen sich dann auch, woher diese extremen Verlassensängste und dieser körperlich und seelisch spürbare Schmerz eigentlich kommen, wo sie ihre Wurzeln haben. Dies lässt sich sehr einfach erklären: sie stammen aus unserer Kindheit. Frühkindliche Erfahrungen schon im Kleinkindalter (manche Psychologen behaupten auch: schon im Babyalter) haben uns gezeigt, daß wir ohne die Eltern nicht überlebensfähig waren. Sie waren dafür zuständig, daß wir mit Lebensmitteln versorgt waren, daß wir ein Dach über dem Kopf hatten, für körperliche Zuwendungen – daß es uns also insgesamt gut ging. Waren die Eltern einmal etwas länger nicht da, dann hatten wir Probleme damit. Solange wir nicht gross genug waren, konnten wir nicht einmal an die Schublade oder den Kasten mit den Lebensmitteln gelangen. Wir konnten uns zumindest eine ganze Weile nicht selbst waschen, den Gang auf die Toilette machen, etc. etc.! Kommt Ihnen das bekannt vor? Haben Sie sich vielleicht nach der letzten Trennung sogar ähnlich verhalten?
Später im Teenager- bzw. Erwachsenenalter hat unser jeweiliger Partner die Stelle der Eltern eingenommen – er war meist der wichtigste Mensch in unserem Leben, und in diesem Sinne auch eine Art „Elternersatz“ – Mutter und Vater zugleich. Der geliebte Mensch, ohne den wir uns ein Leben nicht vorstellen konnten, weil wir schon als Kind von der Zuwendung der Eltern abhängig waren und unser Überleben davon abhing, ob unsere Eltern sich um uns kümmerten oder nicht. Das erklärt auch, warum wir uns im Falle einer Trennung vom Partner dann plötzlich hilflos und wie gelähmt fühlen. Als ob wir nicht mehr ohne den geliebten Partner weiterleben könnten. Speziell zu Beginn von Partnerschaften, in denen noch ein sehr intensives Kennenlernen und intensivster körperlicher Kontakt stattfindet, wird uns oft sehr schmerzlich bewusst, daß wir mit dem Partner nicht verschmolzen sind – auch wenn es bei intensiver körperlicher Liebe und Sexualität Augenblicke der innigsten Verschmelzung geben mag -  und uns immer wieder trennen müssen. Jeder muss seiner Arbeit nachgehen, seinem gewohnten Tagesablauf mit allen Verpflichtungen nachkommen. So schwer es einem fällt. Auch ist man nicht immer „parat“. Hin und wieder machen uns Erkrankungen (Grippe und andere Beschwerden) einen Strich durch die Rechnung und wir können nicht so, wie wir gerne wollen. Manchmal führt dieser Trennungsschmerz sogar dazu, daß man – für sich selbst unerklärlich - auf Abstand zu seinem Partner geht oder im schlimmsten Fall sogar die Beziehung beendet, weil es einem schier unüberwindlich und unerträglich erscheint, mit diesem Schmerz auf Dauer fertig zu werden. Verlieren Sie aber nicht den Mut, denn später, wenn man einander (und auch sich selbst) besser kennt und weiss, daß man sich wiedersieht, dann wird es leichter. Man hat gelernt zu akzeptieren, daß Trennungen im Alltagsleben sein müssen und daß man sich danach wieder sieht.
Und als Erwachsener lernt man auch irgendwann einmal, wenn man genauer hinsieht, daß ein Leben allein zwar vielleicht nicht wünschenswert und die absolute Erfüllung ist, aber daß man durchaus auch allein überlebensfähig ist und genügend eigene Stärke und Kraft besitzt, um mit allem selbst fertig zu werden, für das eigene Wohl zu sorgen und das Überleben zu sichern. Sie sollten sich auch immer vor Augen halten, daß wir glücklicherweise auch in einem Land leben, in dem der Sozialstaat dafür sorgt, daß im schlimmsten Fall für uns gesorgt wird und wir nicht verhungern müssen. Abgesehen davon würden wir selbst im „worst case“, also im schlimmsten Fall,  wenn der Staat nicht mehr einspringen könnte, auf mitfühlende Menschen stossen, die uns helfen bzw. wir uns selbst aus der bei uns üppigen Natur versorgen können. Wir wären also nicht zum Untergang und zum Verhungern verdammt. Blicken Sie also frohen Mutes in die Zukunft – ob mit oder ohne Partner! Sie schaffen es – auch alleine! Und wenn Sie auf die Liebe und eine Partnerschaft nicht verzichten möchten und Single sind, dann sehen Sie sich ein wenig im Internet um. Es gibt zahlreiche Partnervermittlungen und Singlebörsen. Sie werden mit Sicherheit fündig bzw. gefunden werden. Und wenn dann ein neuer Partner in Ihr Leben tritt, dann beherzigen Sie immer: so sehr ich ihn/sie liebe – ich kann auch alleine leben und es gibt in meinem Leben nicht nur diesen einen möglichen Partner für mich! Nicht nur den einen „Traumprinzen“ bzw. die eine „Traumprinzessin“. Es gibt viele Prinzen und Prinzessinnen, viele mögliche Optionen! Und jeder neue Partner bringt neue Elemente und Erfahrungen mit in mein Leben, durch die ich mich weiterentwickeln und dazulernen kann! Ein Ende birgt also tatsächlich immer die Chance auf einen Neuanfang in sich! Verkriechen Sie sich nach einem Ende nicht, sondern bleiben Sie offen für Neues! Sie werden es nicht bereuen!

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